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Wer an Mallorca denkt, der sieht oft ausschweifende Partyszenen und hört laut wummernde Ballermann-Bässe vor dem inneren Auge – und tut der Insel damit völlig Unrecht. Seit vielen Jahren entwickelt sich die größte Insel der Balearen neben einer Party- auch zu einer Sporthochburg. Genau genommen einer Fahrrad-Hochburg. Die wunderschöne Natur, idyllische Routen und gut ausgebaute Radwege, haben sich in der Radfahrer-Szene längst herumgesprochen.

Trainingslager schon im Frühling – und bis in den Winter hinein

Vor allem im Frühling und Herbst ist Mallorca zu einem beliebten Ziel für Trainingslager und Radel-Urlaub geworden. Wer in dieser Zeit auf der Insel unterwegs ist, der wird die ein oder andere durchtrainierte Wade, das ein oder andere schnittige Rennrad bestaunen können. Kein Wunder, die Mischung aus dem relativ flachen Inneren der Insel, dem Tramuntana-Gebirge und den zerklüfteten Küstenregionen, machen die Insel zu einem abwechslungsreichen Paradies für Zweirad-Fans. Nicht nur Deutsche, immer mehr Franzosen, Niederländer, Osteuropäer und vor allem Engländer wählen die Insel als Ort für eine entspannte (oder herausfordernde) Radfahr-Woche.

Mallorca: Ideales Klima das ganze Jahr (nur nicht im Hochsommer)

Möglich macht das unter anderem das ideale Klima der Insel. Egal ob Herbst, Winter, oder Frühling: Das Wetter auf Mallorca ist in diesen Monaten äußerst angenehm. Teilweise 15 Grad auch im Winter, wenig Wind, und immer eine gute Portion Sonne. Lediglich im Hochsommer sollte man etwas vorsichtiger sein. Gerade in den heißen Mittagsstunden wird das Radfahren hier schnell extrem anstrengend. Da ist eine kleine Pause am Strand, mit einem Sprung ins glasklare Mittelmeer vielleicht die bessere Alternative.

Ausgezeichnete Straßen für Radfahrer

Vor allem im Norden und Osten der Insel erreicht man die Strände für eine solche Pause problemlos mit dem Rad. Dabei fällt auf, wie ausgezeichnet die mallorquinischen Straßen ausgebaut sind. Nicht nur die Landstraßen sind in einem bemerkenswert guten Zustand, auch die weniger frequentierten Nebenstraßen bieten (größtenteils) optimale Bedingungen.

Extra gekennzeichnete oder gesonderte Radwege gibt es zwar nur in den größeren Städten, aber die Mallorquiner sind den Anblick von Radlern durchaus gewöhnt und fahren meist äußerst umsichtig!

Infrastruktur soll weiter ausgebaut werden

Sollte durch ein übersehenes Schlagloch, oder einen platten Reifen Hand am Fahrrad angelegt werden müssen, ist auch das kein Problem. In den meisten Dörfern und kleineren Städtchen gibt es Fahrradläden- und werkstätten, die bei Reparaturen behilflich sind.

Solche Schlaglöcher dürften in Zukunft allerdings noch rarer werden. Jüngst hat sich die mallorquinische Regierung dafür ausgesprochen, den Öko- und Radtourismus weiter zu fördern und in die Infrastruktur der Insel zu investieren. Die Assoziationen mit Mallorca dürften sich in den nächsten Jahren also noch mehr von der Party- zur Fahrradinsel wandeln.